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Des Handwerkers Ruhestand

Des Handwerkers Ruhestand

Alle selbstständigen Handwerker, die in die Handwerksrolle eingetragen sind, müssen Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen. Falls der Betrieb als Personengesellschaft eingetragen ist, sind alle Gesellschafter rentenversicherungspflichtig, die einen handwerksrechtlichen Befähigungsnachweis zum Beispiel die Meisterprüfung besitzen. Davon ausgeschlossen sind Gesellschafter, die ausschließlich Kapital einbringen oder rein kaufmännisch in der Firma arbeiten. Diese müssen sich nicht gesetzlich rentenversichern.

 

Es gibt zwei Möglichkeiten der Beitragsermittlung

Der pflichtversicherte Handwerker kann entweder den Regelbeitrag oder einen einkommensabhängigen Rentenversicherungsbeitrag entrichten. Der Handwerker-Regelbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung geht von einem Durchschnittseinkommen aus und liegt im Westen bei etwa 525 € im Monat. Zu Beginn der Selbstständigkeit wird für drei Jahre nur die Hälfte des Regelbeitrags fällig.

 

Rentenversicherungsbeiträge

Die zweite Möglichkeit ist, dass Beiträge nach der Verdiensthöhe abgeführt werden. Das Einkommen ist nachzuweisen (gut geeignet ist der Einkommenssteuerbescheid). Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt bei rund 20 Prozent. Wer 3.000 Euro im Monat verdient, zahlt ca. 600 € an die Rentenkasse. Der Mindestbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung der selbstständigen Handwerker liegt in den alten Bundesländern bei rund 80 € monatlich, der Höchstbeitrag beträgt über 1.100 €.

 

Wenn 18 Beitragsjahre gezählt sind...

Ein selbstständiger Handwerker, welcher mindestens 18 Jahre lang Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, kann aus der gesetzlichen Rentenversicherung austreten. Dabei zählen alle Beitragszeiten, also auch Pflichtbeiträge als Auszubildender oder Angestellter vor der Selbstständigkeit. Bei der Deutschen Rentenversicherung muss ein Antrag auf Befreiung gestellt werden.

 

Was ist nach einer Befreiung zu beachten

Wichtig ist, dass nach einer Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung keine weiteren Beiträge entrichtet werden und die Vorsorge somit nicht mehr weiter aufgebaut wird. Damit es im Ruhestand finanziell nicht eng wird, sollte zusätzlich vorgesorgt werden. Denn mit den Rentenbeiträgen aus 18 Jahren entsteht keine auskömmliche Altersrente. So sollte eine private Altersvorsorge aufgebaut werden. Es gibt diverse Möglichkeiten um eine individuelle Vorsorge zu gestalten. So kann flexibel auf Absicherungspunkte, wie den Todesfall oder einer Berufsunfähigkeit, Risikobewusstsein, steuerliche Vorteile und andere Punkte eingegangen werden.

 


 
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